Aktuelles

(Zum Lesen nach unten scrollen ...)

 

Automobilzulieferer DGH-Group: Insolvenzverfahren eröffnet

Dresden, 3. September 2020. Das zuständige Amtsgericht Dresden hat über die Vermögen der DGH Heidenau GmbH & Co. KG, DGH Hof GmbH & Co. KG und DGH ZIT GmbH & Co. KG („DGH-Group“) die Insolvenzverfahren eröffnet. Zum Insolvenzverwalter des Automobilzulieferers bestellte das Gericht Dr. Franz-Ludwig Danko von der Kanzlei Danko Insolvenzverwaltung, der bereits als vorläufiger Insolvenzverwalter eingesetzt war.


„Der Geschäftsbetrieb geht an beiden Standorten auch im eröffneten Verfahren weiter“, sagte der Insolvenzverwalter. Mit der Verfahrenseröffnung endet auch der Insolvenzgeldzeitraum, so dass die DGH-Group die Löhne und Gehälter der rund 650 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ab sofort wieder selbst zahlen muss. „Eine längerfristige Weiterführung unter Vollkosten ist nur möglich, wenn wir uns mit den Kunden auf eine Fortführungsvereinbarung einigen“, betonte der Insolvenzverwalter. Danko hat mit den Kunden bereits dazu Gespräche aufgenommen. „Im Gegenzug müssen wir den Kunden zeigen, dass die DGH-Group langfristig ein verlässlicher Partner bleibt.“

Die Unternehmen der DGH-Group hatten Mitte Juni Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Als Hersteller von Struktur-, Motor- und Getriebeteilen aus Leichtmetall ist die DGH-Group stark vom Strukturwandel in der Automobilindustrie betroffen. Schon in den letzten Jahren hatte die Gruppe erhebliche Umsatzrückgänge hinnehmen müssen, die sich durch die Corona-Krise weiter verschärft hatten. Zum Zeitpunkt des Insolvenzantrags befand sich ein Teil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kurzarbeit.


Während des vorläufigen Insolvenzverfahrens hatte Danko den Geschäftsbetrieb stabilisiert. Parallel dazu hat er erste, kurzfristig wirksame Sanierungsmaßnahmen eingeleitet, darunter die Verbesserung von Prozessen, die Beseitigung von Wartungsstaus sowie die Überprüfung unrentabler Verträge. Dadurch konnten die Produktivität gesteigert und Ausschusszahlen gesenkt werden. Weil auch die Abrufzahlen der Kunden wieder leicht angestiegen sind, konnte seit Anfang Juli auch wieder auf Kurzarbeit verzichtet werden. Trotzdem bleibt der Umsatz auf niedrigem Niveau und die Situation weiter angespannt. „Im Markt für Automobilzulieferer sind die Umsätze um bis zu 25 Prozent eingebrochen“, so Danko. „Die Folge ist ein harter Verdrängungswettbewerb, dem wir uns stellen müssen.“


Parallel zu den Verhandlungen mit den Kunden will Danko in den nächsten Wochen mit dem Betriebsrat und der zuständigen Gewerkschaft IG-Metall sein Sanierungskonzept abstimmen. „Es ist noch nichts entschieden, aber allen ist klar: Ohne Einschnitte wird es nicht gehen“, so der Insolvenzverwalter. Dies gilt insbesondere auch im Hinblick auf eine mögliche Investorenlösung. Derzeit prüfen mehrere Interessenten eine Übernahme des Unternehmens. „Die potenziellen Investoren, mit denen wir derzeit erste Sondierungsgespräche führen, übernehmen einen Geschäftsbetrieb nur dann, wenn er zumindest perspektivisch profitabel ist“, so Danko.


Die DGH-Group entwickelt und fertigt an den Standorten Dohna/Sachsen und Hof/Bayern Fahrzeugteile aus Aluminium- und Magnesium-Druckguss. Schwerpunkt sind Struktur-, Motor- und Getriebeteile. Der Jahresumsatz betrug zuletzt rund 70 Mio. Euro. Die Unternehmensgruppe hatte 2012 schon einmal Insolvenz anmelden müssen, auch damals hatte das Gericht Danko als Verwalter eingesetzt. Seinerzeit war es Danko gelungen, das Unternehmen über eine Investorenlösung zu sanieren und einen Großteil der Arbeitsplätze zu erhalten.



Über Danko Insolvenzverwaltung


Die Kanzlei „Danko Insolvenzverwaltung“ steht für über zwanzigjährige Erfahrung auf den Gebieten Unternehmenssanierung, Insolvenz und im Arbeitsrecht. Mit ihrem interdisziplinären Team aus Insolvenz-, Arbeits- und Steuerrechtlern sowie Betriebswirten und Sachbearbeitern hat sich die Kanzlei auf größere Insolvenzverfahren und umfangreichere Mandate spezialisiert. Zu den namhaften Referenz-Verfahren von Kanzlei-Gründer Dr. Franz-Ludwig Danko zählen u.a. der Seifenhersteller Kappus Gruppe, die Automobilzulieferer Druckguss Heidenau, Spezialguss Wetzlar und ttb Gruppe, der Flugzeugausstatter Anolis Interiors, das Klinik und Rehabilitationszentrum Lippoldsberg und die Prof. Dr. Keck Akut- und Reha-Klinik. Danko Insolvenzverwaltung ist mehrfach vom Wirtschaftsmagazin „WirtschaftsWoche“ als TOP-Kanzlei für Insolvenzrecht ausgezeichnet worden, zuletzt 2020. Die Kanzlei verfügt über Standorte in Frankfurt am Main, Dresden und Kassel.


www.danko-law.de



Pressekontakt:

Sebastian Glaser

möller pr GmbH     

Mobil: +49 (0)176 53 80 82 42

Email:   sg@moeller-pr.de

www.moeller-pr.de  


­­­­­­­­­­­­­­­­­­

DGH-Group: Insolvenzverwalter prüft Sanierung

Dresden, 15. Juni 2020. Der Druckguss-Spezialist „DGH-Group“ hat Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Das Verfahren betrifft die Gesellschaften DGH Heidenau GmbH & Co. KG, DGH Hof GmbH & Co. KG und DGH ZIT GmbH & Co. KG. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das zuständige Amtsgericht Dresden Dr. Franz-Ludwig Danko von der Kanzlei Danko Insolvenzverwaltung. Danko macht sich derzeit ein Bild der Lage und prüft die Sanierungsoptionen.

„Der Geschäftsbetrieb geht auch im vorläufigen Insolvenzverfahren weiter“, betonte Danko, der sich nach seiner Bestellung umgehend mit seinem Team ins Unternehmen begeben hat. „Alle Aufträge werden nach wie vor in gewohnter Qualität bearbeitet.“ Die Löhne und Gehälter der rund 650 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind über das Insolvenzgeld gesichert.


In den nächsten Tagen und Wochen will Danko in enger Absprache mit der Geschäftsführung, Kunden und Gläubigern die die wirtschaftliche Situation und die Sanierungsmöglichkeiten analysieren. „Ziel ist es, den Geschäftsbetrieb und möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten“, betonte der vorläufige Insolvenzverwalter. „Der Insolvenzgeldzeitraum verschafft uns Luft, in den nächsten Wochen die dafür zur Verfügung stehenden Optionen zu prüfen.“


Parallel dazu hat Danko bereits Kontakt zu den Kunden des Unternehmens aufgenommen, zu denen namhafte Automobilhersteller gehören. „Als einer der führenden Anbieter von Aluminium- und Magnesium-Druckgussteilen ist die DGH Group technologisch gut aufgestellt und ein wichtiger und langjähriger Partner für seine Kunden“, so der vorläufige Insolvenzverwalter. „Das sind wichtige Grundvoraussetzungen für eine Sanierung.“


Die DGH-Group entwickelt und fertigt an den Standorten Dohna/Sachsen und Hof/Bayern Fahrzeugteile aus Aluminium- und Magnesium-Druckguss. Schwerpunkt sind Struktur-, Motor- und Getriebeteile. Der Jahresumsatz betrug zuletzt rund 70 Mio. Wie viele Automotive-Unternehmen leidet die DGH-Group unter dem Absatzrückgang in der Automobilbranche, der sich zuletzt durch die Corona-Krise massiv verschärft hat. Ein Teil der Mitarbeiter befindet sich seit März in Kurzarbeit, wobei sich die Auftragslage zuletzt etwas stabilisiert hat.

Insolvenzverwalter Danko hat bereits mehrere Automobilzulieferer erfolgreich saniert, darunter das Spritzguss-Unternehmen TTB GmbH & Co. KG oder den Getriebekomponenten-Hersteller Sequatec. Die DGH-Group ist dem Insolvenzverwalter gut bekannt: Die Unternehmensgruppe hatte 2012 schon einmal Insolvenz anmelden müssen, auch damals hatte das Gericht Danko als Verwalter eingesetzt. Seinerzeit war es Danko gelungen, das Unternehmen über eine Investorenlösung zu sanieren und einen Großteil der Arbeitsplätze zu erhalten.

Über Danko Insolvenzverwaltung

Die Kanzlei „Danko Insolvenzverwaltung“ steht für über zwanzigjährige Erfahrung auf den Gebieten Unternehmenssanierung, Insolvenz und Arbeitsrecht. Mit einem interdisziplinären Team aus Insolvenz-, Arbeits- und Steuerrechtlern sowie Betriebswirten und Sachbearbeitern ist die Kanzlei in der Lage, auch größere Insolvenzverfahren und umfangreiche Mandate erfolgreich zu bearbeiten. Zu den namhaften Referenz-Verfahren von Kanzlei-Gründer Dr. Franz-Ludwig Danko zählen u.a. die Automobilzulieferer Druckguss Heidenau, FINOBA Automotive, Spezialguss Wetzlar und ttb Gruppe, der Seifenhersteller Kappus-Gruppe, der Flugzeugausstatter Anolis Interiors, das Klinik und Rehabilitationszentrum Lippoldsberg und die Prof. Dr. Keck Akut- und Reha-Klinik. Die Kanzlei verfügt über Standorte in Frankfurt am Main, Dresden und Kassel.



Pressekontakt:

Sebastian Glaser

möller pr GmbH     

Telefon: +49 (0)221 80 10 87-80

Mobil: +49 (0)176 53 80 82 42

Email:   sg@moeller-pr.de

www.moeller-pr.de  

Finoba Automotive: Insolvenzverwalter prüft Sanierungsoptionen

Kassel, 15. Mai 2020. Der Aluminiumguss-Spezialist „Finoba Automotive GmbH“ hat Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das zuständige Amtsgericht Kassel Dr. Franz-Ludwig Danko von der Kanzlei Danko Insolvenzverwaltung. Danko macht sich derzeit ein Bild der Lage und prüft die Sanierungsoptionen.


„Der Geschäftsbetrieb geht auch im vorläufigen Insolvenzverfahren weiter“, betonte Danko, der sich nach seiner Bestellung umgehend mit seinem Team ins Unternehmen begeben hat. Die Löhne und Gehälter der rund 460 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind zunächst über das Insolvenzgeld gesichert.


Danko führt derzeit Gespräche mit der Geschäftsleitung, um sich ein Bild der Lage zu machen. Parallel dazu hat er bereits Kontakt zu den Kunden des Unternehmens aufgenommen, zu denen namhafte Automobilhersteller und -zulieferer gehören. „Finoba gehört zu den führenden Anbietern in seinem Segment und verfügt über einen hochkarätigen Kundenstamm“, so der vorläufige Insolvenzverwalter. „In technologischer Hinsicht ist das Unternehmen absolut wettbewerbsfähig.“

Wie viele Automotive-Unternehmen leidet Finoba unter dem Absatzrückgang in der Fahrzeugbranche, der sich zuletzt durch die Corona-Krise massiv verschärft hat. Rund 80 Prozent der Mitarbeiter befinden sich seit April in Kurzarbeit. In den nächsten Tagen und Wochen will Danko die Sanierungsoptionen prüfen. Denkbar ist u.a. eine Investorenlösung. Ob eine solche Lösung aussichtsreich ist, wird sich erst in den kommenden Wochen zeigen.

Die Finoba Automotive GmbH ist auf die Bearbeitung von Aluminium-Leichtbauteilen spezialisiert. Das Unternehmen fertigt an zwei Standorten in Baunatal und Kassel Struktur- und Motorbauteile aus Aluminium. Daneben ist das Unternehmen auch als Lohnbearbeiter von Guss- und Pressteilen für andere Hersteller tätig. Der Jahresumsatz betrug zuletzt rund 60 Mio. Euro.

Danko hat als Insolvenzverwalter bereits mehrere Automobilzulieferer erfolgreich saniert, darunter den Druckguss-Spezialisten DGH-Group, das Spritzguss-Unternehmen TTB GmbH & Co. KG, oder den Getriebekomponenten-Hersteller Sequatec. Zuletzt hatte Danko die Kappus Gruppe, Europas größten Seifenhersteller gerettet und aus der Insolvenz heraus an einen Investor übertragen.



Über Danko Insolvenzverwaltung

Die Kanzlei „Danko Insolvenzverwaltung“ steht für über zwanzigjährige Erfahrung auf den Gebieten Unternehmenssanierung, Insolvenz und im Arbeitsrecht. Mit einem interdisziplinären Team aus Insolvenz-, Arbeits- und Steuerrechtlern, sowie Betriebswirten und Sachbearbeitern ist die Kanzlei in der Lage auch größere Insolvenzverfahren und umfangreiche Mandate erfolgreich zu bearbeiten. Zu den namhaften Referenz-Verfahren von Kanzlei-Gründer Dr. Franz-Ludwig Danko zählen u.a. die Automobilzulieferer Druckguss Heidenau, Spezialguss Wetzlar und ttb Gruppe, der Flugzeugausstatter Anolis Interiors, das Klinik und Rehabilitationszentrum Lippoldsberg und die Prof. Dr. Keck Akut- und Reha-Klinik. Die Kanzlei verfügt über Standorte in Frankfurt am Main, Dresden und Kassel.



Pressekontakt:

Sebastian Glaser

möller pr GmbH     

Telefon: +49 (0)221 80 10 87-80

Mobil: +49 (0)176 53 80 82 42

Email:   sg@moeller-pr.de

www.moeller-pr.de  

Seifenhersteller Kappus erfolgreich saniert

Frankfurt a.M., 5. Mai 2020. Insolvenzverwalter Dr. Franz-Ludwig Danko hat den Seifenhersteller Kappus-Gruppe an den Investor übergeben. Das sog. „Closing“, d.h. die Übertragung auf eine neue, insolvenzfreie Gesellschaft, hat wie geplant zum Monatswechsel stattgefunden.


„Die Übergabe an den Investor markiert den erfolgreichen Abschluss einer eineinhalb Jahre dauernden Sanierung unter zum Teil schwierigen Bedingungen“, sagte Danko. Der Insolvenzverwalter hatte den Geschäftsbetrieb der Kappus-Gruppe seit deren Insolvenzanmeldung im September 2018 fortgeführt und umfangreiche Sanierungsmaßnahmen umgesetzt. „Die Kappus-Gruppe kann jetzt als operativ gut aufgestelltes Unternehmen unter dem Dach eines finanzstarken Investors wieder durchstarten. Auch für die Gläubiger ist der Verkauf ein gutes Ergebnis.“


Die Übertragung umfasst den vollständigen Geschäftsbetrieb der „Hirtler Seifen GmbH“ in Heitersheim (82 Mitarbeiter), sowie der „Kappus Seifen GmbH Riesa & Co.“ (76 Mitarbeiter). Alle dort beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden übernommen. Die Unternehmen werden künftig als „Kappus GmbH“ firmieren, hinter der die Beteiligungsgesellschaft Ad_Astra mit Sitz in München steht. Danko hatte im März mit dem Investor einen entsprechenden Kaufvertrag unterzeichnet, der jetzt vollzogen wurde.


Der Insolvenzverwalter hob den Beitrag der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am erfolgreichen Abschluss der Sanierung hervor. „Dass die Sanierung und der Verkauf mitten in der Corona-Krise relativ reibungslos über die Bühne gehen, ist alles andere als selbstverständlich“, betonte Danko. So hat die Corona-Krise zwar die Nachfrage nach Seife deutlich erhöht. Gleichzeitig haben u.a. der zusätzliche Hygieneaufwand, Quarantäne-bedingte Ausfälle von Mitarbeitern und die z.T. krisenbedingt erschwerte Rohstoffbeschaffung die Produktionsbedingungen massiv erschwert. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die unter diesen schwierigen Umständen dafür gesorgt haben, dass die Produktion weitergeht, haben daran einen entscheidenden Anteil.“


Beim dritten verbliebenen Unternehmen der Kappus-Gruppe, der „Dreiring Werk GmbH & Co. KG“ mit Sitz in Krefeld, läuft unterdessen die Ausproduktion bis Ende September. Bereits Ende Januar hatten die Gläubiger entschieden, den Standort Krefeld stillzulegen, nachdem zwischen dem Investor und den Kunden keine Einigung über auskömmliche Preise erzielt werden konnte. Die knapp 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bleiben solange weiter dort beschäftigt.


Die Gesellschaften der Kappus-Gruppe hatten Ende September 2018 Insolvenzantrag gestellt, nachdem sie durch stark gestiegene Rohstoffpreise und hohen Preisdruck in finanzielle Bedrängnis geraten waren. Die Gruppe litt zudem unter erheblichen Überkapazitäten. Nachdem Danko zunächst höhere Preise verhandelt hatte, um die Fortführung zu sichern, setzte er schrittweise zum Teil einschneidende, aber dringend notwendige Sanierungsmaßnahmen um. Dazu gehörten u.a. die Schließung des aufgrund kleinteiliger Produktion und hoher Rüstzeiten unrentablen Standorts Offenbach sowie organisatorische und personelle Restrukturierungsmaßnahmen an den anderen Standorten. In Riesa und Heitersheim wurde während der Fortführung sogar Personal aufgebaut. Parallel dazu hatte Danko die Investorensuche vorangetrieben, die nun zu einem erfolgreichen Abschluss gekommen ist.


Mit einem Jahresumsatz von rund 40 Mio. Euro und einer jährlichen Produktion von mehr als 150 Millionen Stück Seife und Syndets, d.h. seifenfreien Waschstücken, gehört die konsolidierte Kappus-Gruppe weiterhin zu den größten Seifenherstellern in Westeuropa. Die Gruppe beliefert eine Reihe von Industrie- und Großkunden in Einzelhandel und Kosmetik mit Fest- und Flüssigseifen, die dann unter deren Markennamen in den Handel kommen. Die Ursprünge der Unternehmensgruppe reichen bis in das Jahr 1848 zurück.

Kappus-Gruppe: Investorenlösung rückt näher

Krefeld, 28. Januar 2020. Im Insolvenzverfahren des Seifen-Herstellers Kappus-Gruppe zeichnet sich eine Investorenlösung ab. Insolvenzverwalter Franz-Ludwig Danko führt finale Kaufvertragsverhandlungen mit einem Investor, der die Standorte in Riesa und Heitersheim übernehmen will. Am Standort Krefeld muss hingegen die Schließung vorbereitet werden.


„In einem langen und aufwändigen Investorenprozess nähern wir uns der Zielgeraden“, sagte Danko, der den Geschäftsbetrieb der Kappus-Gruppe seit September 2018 fortführt und deren Sanierung vorantreibt. Dem Insolvenzverwalter liegt ein verbindliches und belastbares Angebot eines Investors vor, der die Werke in Riesa und Heitersheim übernehmen und vollumfänglich fortführen will. Kunden und Gläubiger haben der Übernahme bereits zugestimmt. In den nächsten Wochen sollen die finalen Details der Kaufverträge ausgehandelt werden.


„Für den Standort Krefeld, für dessen Erhalt wir bis zuletzt gekämpft haben, gibt es leider keine guten Nachrichten“, so der Insolvenzverwalter. Nach langen Verhandlungen mit den Kunden hat der Investor von der zunächst geplanten Übernahme dieses Standorts wieder Abstand genommen. Dort konnte mit den Kunden keine Einigung über auskömmliche Preise für den Zeitraum nach der Insolvenz erzielt werden. Ohne einen Investor ist der Standort Krefeld nicht überlebensfähig.


„Als Insolvenzverwalter darf ich ein Unternehmen nur fortführen, wenn es nicht dauerhaft Verluste macht oder sich sonst eine Perspektive abzeichnet“, erläuterte Danko. „Das ist für Krefeld leider nicht mehr gegeben. Die Gläubiger haben mich deshalb damit beauftragt, die Stilllegung vorzubereiten.“ Der Insolvenzverwalter hat darüber gestern die knapp 100 Mitarbeiter am Standort informiert.


Allerdings soll die Stilllegung des Standorts Krefeld nicht sofort erfolgen. Danko verhandelt aktuell mit den Kunden, um eine geordnete Ausproduktion sicherzustellen. „Ziel ist, bis Ende September 2020 weiter zu produzieren“, betonte er. „Die Verhandlungen darüber sind auf einem guten Weg.“ Der Insolvenzverwalter wird nun mit dem Betriebsrat Gespräche über die geplante Schließung und die geplante Ausproduktion aufnehmen. Die Gewerkschaft wird diese Gespräche begleiten.


Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bleiben während der geplanten Ausproduktion bei Dreiring beschäftigt und sollen zudem bei der Suche nach einer Anschlussbeschäftigung unterstützt werden. Danko wird dazu Gespräche mit der Agentur für Arbeit, den Kunden, sowie einer großen Personalvermittlung aufnehmen. „Sollte sich während der Ausproduktion doch noch eine Perspektive für den Standort ergeben, sind wir selbstverständlich weiterhin dafür offen“, betonte der Insolvenzverwalter.


Die Gesellschaften der Kappus-Gruppe hatten Ende September 2018 Insolvenzantrag gestellt, nachdem sie durch stark gestiegene Rohstoffpreise und hohen Preisdruck in finanzielle Bedrängnis geraten waren. Mit einem Jahresumsatz von rund 80 Mio. Euro und einer jährlichen Produktion von mehr als 70.000 Tonnen Seife gehört Kappus zu den größten Seifenherstellern in Westeuropa. Die Gruppe beliefert eine Reihe von Industrie- und Großkunden im Einzelhandel und Kosmetik mit Fest- und Flüssigseifen, die dann unter deren Markennamen in den Handel kommen. Die Kappus-Gruppe, deren Ursprünge bis 1848 zurückreichen, bestand zuletzt aus Produktionsunternehmen mit Standorten in Krefeld (Dreiring, 98 MA), Riesa (Kappus Riesa, 73 MA) und Heitersheim (Hirtler Seifen, 77 MA).

Kappus-Gruppe: verbindliche Angebote von Investoren

Offenbach, 16. April 2019. Die Sanierungsbemühungen für den insolventen Seifenhersteller Kappus-Gruppe machen Fortschritte. Insolvenzverwalter Franz-Ludwig Danko liegen mehrere verbindliche Angebote von potenziellen Investoren vor. Der Insolvenzverwalter strebt eine Sanierung über eine Investorenlösung an.


Die verbindlichen Angebote beziehen sich überwiegend auf eine Paketlösung. Das heißt die Konzepte der Bieter sehen jeweils vor, Kappus als Unternehmensgruppe zu übernehmen. Daneben gibt es ein verbindliches Angebot für einen Einzelstandort. „Die verbindlichen Angebote unterstreichen deutlich, dass die Bieter es ernst meinen“, sagte Danko. „Wir werden die Angebote jetzt prüfen und bewerten und auf dieser Grundlage in konkrete Kaufvertragsverhandlungen einsteigen.“


Danko betonte, dass man die Verhandlungen zügig, aber ohne Eile führen wolle. „Mit der derzeitigen Auslastung sind wir betriebswirtschaftlich in der Lage, die Standorte in Krefeld, Heitersheim und Riesa bis auf Weiteres auch aus eigener Kraft fortzuführen“, so der Insolvenzverwalter. „Unser Ziel ist deshalb nicht die schnellstmögliche, sondern die bestmögliche Lösung, und zwar für Gläubiger, Mitarbeiter und Kunden.“ Über die vorliegenden Angebote hinaus gibt es noch weitere Interessenten. Auch mit ihnen sollen die Gespräche weitergehen.


Am vierten Standort der Kappus-Gruppe, der M. Kappus GmbH & Co. KG in Offenbach, hat unterdessen die Ausproduktion begonnen. Weil die Gesellschaft fortlaufend hohe Verluste erwirtschaftete und auch kein belastbares Investoreninteresse bestand, hatten die Gläubiger im März die Einstellung des Geschäftsbetriebs der Gesellschaft beschlossen.


Die Kappus-Gruppe hatte Ende September 2018 Insolvenzantrag gestellt, nachdem sie durch stark gestiegene Rohstoffpreise und hohen Preisdruck in finanzielle Bedrängnis geraten war. Mit einem Jahresumsatz von rund 80 Mio. Euro und einer jährlichen Produktion von mehr als 70.000 Tonnen Seife gehört Kappus zu den größten Seifenherstellern in Westeuropa. Das Unternehmen beliefert eine Reihe von Großkunden in Einzelhandel und Kosmetik mit Fest- und Flüssigseifen, die dann unter deren Markennamen in den Handel kommen. Zur Kappus-Gruppe gehören die Dreiring Werk GmbH & Co. KG in Krefeld, die Hirtler Seifen GmbH in Heitersheim, die Kappus Seifen GmbH Riesa & Co. in Riesa und die M.Kappus GmbH & Co. KG in Offenbach.

Kappus-Gruppe auf Sanierungskurs

Offenbach, 3. Dezember 2018. Der Geschäftsbetrieb des insolventen Seifenherstellers Kappus-Gruppe wird auch im eröffneten Insolvenzverfahren fortgeführt. Das zuständige Amtsgericht Offenbach hat am 1. Dezember die Verfahren über alle operativen Gesellschaften der Gruppe eröffnet und Dr. Franz-Ludwig Danko zum Insolvenzverwalter bestellt. Danko plant, die Unternehmen der Kappus-Gruppe zu sanieren.


„Der Geschäftsbetrieb läuft stabil, alle Kunden der Kappus-Gruppe stehen zum Unternehmen und platzieren weiter Aufträge“, betonte Danko, der in allen Verfahren bereits als vorläufiger Insolvenzverwalter tätig war. „Nachdem die Fortführung dank einer Zwischenfinanzierung gesichert ist, können wir unser Augenmerk jetzt stärker auf die Sanierung richten.“ Mit der Verfahrenseröffnung endet auch der Insolvenzgeldzeitraum, so dass die Kappus-Gruppe die Löhne und Gehälter der insgesamt rund 350 Mitarbeiter ab sofort wieder aus den laufenden Umsätzen bezahlt.


Gemeinsam mit der Geschäftsführung hatte der Insolvenzverwalter in den letzten Wochen einen Massekredit für die Kappus-Gruppe ausgehandelt, um die finanziellen Rahmenbedingungen für die Fortführung zu schaffen. Dabei ging es um die Finanzierung von Aufträgen, d.h. etwa den Einkauf von Rohstoffen. Diese Kosten werden zwar durch den Verkauf der fertigen Produkte kurzfristig wieder erwirtschaftet. Allerdings muss Kappus zunächst in Vorleistung treten, was angesichts der dünnen Liquiditätsdecke im Insolvenzverfahren schwierig ist.


Im eröffneten Verfahren will der Insolvenzverwalter nun die Sanierung weiter vorantreiben. Denkbar sind sowohl eine Investorenlösung als auch ein Insolvenzplan, der eine Art Vergleich mit den Gläubigern bedeutet. Einen Investorenprozess, bei dem potenzielle Interessenten gezielt recherchiert und aktiv angesprochen werden, hat Danko in enger Abstimmung mit den Gläubigern bereits angestoßen. „Die Kappus-Gruppe ist als Marktführer in Westeuropa hervorragend positioniert und verfügt über einen hochkarätigen Kundenstamm“, betonte er. „Das sind gute Voraussetzungen für eine Investorenlösung.“


Auch die Verhandlungen mit Kunden um neue Konditionen wird der Insolvenzverwalter fortsetzen. Hier hatte die Geschäftsführung bereits im vorläufigen Verfahren wichtige Erfolge erzielt, um auskömmlicher produzieren zu können. Möglichkeiten zur Steigerung von Produktivität und Effizienz sollen ebenfalls untersucht werden, um Kappus wieder langfristig markt- und wettbewerbsfähig zu machen. “Unser Ziel ist der Erhalt der Kappus-Gruppe und möglichst vieler Arbeitsplätze.“ betonte Danko. „Dazu prüfen wir alle zur Verfügung stehenden Optionen.“


Mit der Verfahrenseröffnung geht das „Verwaltungs- und Verfügungsrecht“ bei allen Gesellschaften auf den Insolvenzverwalter über. Die Geschäftsführungen bleiben jedoch im Amt und unterstützen den Insolvenzverwalter bei der Betriebsfortführung und bei der Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen. Jedoch scheidet die bisherige Sanierungsgeschäftsführerin Silvia Lackenbauer auf eigenen Wunsch aus der Geschäftsführung aus. „Im Namen der Kappus-Gruppe danke ich Frau Dr. Lackenbauer für ihre Arbeit“, betonte Franz-Ludwig-Danko. „Sie hat einen wesentlichen Beitrag dafür geleistet, dass die Geschäftsbetriebe nach den Insolvenzanträgen fortgeführt werden konnten.“


Die Kappus-Gruppe hatte Ende September Insolvenzantrag gestellt, nachdem sie durch stark gestiegene Rohstoffpreise und hohen Preisdruck in finanzielle Bedrängnis geraten war. Mit einem Jahresumsatz von rund 80 Mio. Euro und einer jährlichen Produktion von mehr als 70.000 Tonnen Seife gehört Kappus zu den größten Seifenherstellern in Westeuropa. Das Unternehmen beliefert eine Reihe von Großkunden in Einzelhandel und Kosmetik mit Fest- und Flüssigseifen, die dann unter deren Markennamen in den Handel kommen. Das 1848 in Offenbach gegründete Traditionsunternehmen beschäftigt insgesamt rund 350 Mitarbeiter und unterhält Produktionsstandorte in Offenbach (M. Kappus, 72 MA), Krefeld (Dreiring, 130 MA), Riesa (Kappus Riesa, 73 MA) und Heitersheim (Hirtler Seifen, 77 MA).



Pressekontakt:

Sebastian Glaser

möller pr GmbH     

Telefon: +49 (0)221 80 10 87-80

Email:   sg@moeller-pr.de

www.moeller-pr.de  

© 2018 by Danko Insolvenzverwaltung